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Unsere nächsten Konzerte finden am 28.04.2012 um 19.00 Uhr in Heidesheim sowie am 12.05.2012 um 17.00 Uhr in der Lutherkirche in Wiesbaden statt.    

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Wiesbadener Kurier vom 09.11.2010

 

In sehr feinem Wechselspiel

09.11.2010 - WIESBADEN

Von Richard Hörnicke

KONZERT Orchesterverein unter Leitung Frank Segners im Wiesbadener Kurhaus

„Wenn sie es selbst spielen werden, dann wird mein Glück so groß sein, dass es weder ein Märchen fassen noch eine Feder beschreiben kann“ schrieb der schwerkranke Dimitrij Schostakowitsch an den berühmten Geiger David Oistrach, der das ihm gewidmete zweite Violinkonzert des Komponisten bei der Uraufführung im September 1966 in Moskau mit großem Erfolg spielte.

Das im eröffnenden Allegro von herbem Klangreiz geprägte Werk nimmt besonders durch die liedhafte Melodieführung des Mittelsatzes ein, dem in intensiv drängendem Rhythmus und aufgelockerter Motivführung ein packendes Finale folgt. Der Wiesbadener Orchesterverein nahm sich in seinem Herbstkonzert mit diesem Werk lobenswerterweise einer Rarität an, als Solist hatte man wieder Alexander Bartha, Konzertmeister am Wiesbadener Staatstheater, verpflichtet. Der sympathische junge Musiker, zuverlässig von dem Orchester unter der präzisen Leitung Frank Segners begleitet, wartete mit sonorer, profunder Tongebung in einwandfreier Intonation auf, stattete den Mittelsatz mit kantabel fließender Linie aus, gab den kadenzierenden Einschnitten virtuos zugreifende Kontur, sehr fein das Wechselspiel zwischen verhaltener und resolut zugreifender Gestaltung. Eine exzellente Leistung mit dem entsprechend begeisterten Widerhall im Auditorium.

Diesem musikantisch belebten Finalsatz folgte mit Mendelssohn-Bartholdys „Schottischer Sinfonie“ ein Werk, das von eher düsterer Stimmung geprägt ist, die der Komponist selbst als „eine belastende Nebelstimmung“ beschreibt. Unter Einbeziehung schottischer Folklore ist diese Komposition ein packendes Landschaftsgemälde, das musikalisch seine Entsprechung in poetisch lyrischem, aber auch emphatischem Ausdruck findet und von daher an ein Liebhaberorchester große Anforderungen stellt. Unter dem fordernden, jedem Detail sorgsam nachspürendem Dirigat Frank Segners erlebte man eine höchst respektable Interpretation mit vielen schönen Instrumentalsoli - eine von spürbarer Freude am gemeinsamen Musizieren getragene Gestaltung, die auch den Beginn des Konzerts im Thiersch-Saal kennzeichnete. Herzlicher Beifall mit vielen Bravorufen.

 

Quelle: Wiesbadener Kurier (Online), 09.11.2010